Verein
15. Juni 2016 // 17.31 Uhr

„Der Verein hat richtig Power.“

Interview mit Michael Born zum Dienstantritt


Michael Born trat am Mittwoch seinen Dienst offiziell als neuer kaufmännischer Geschäftsführer der Sportgemeinschaft an. Er bildet ab sofort zusammen mit Ralf Minge die neue Doppelspitze in der Geschäftsführung von Dynamo Dresden.

Wir sprachen mit dem 48-Jährigen an seinem ersten Arbeitstag über die Herausforderung seiner neuen Aufgabe und das Potential von Dynamo Dresden. Außerdem wollten wir von Michael Born wissen, wie die Rollenverteilung in der Geschäftsführung zwischen ihm und Ralf Minge in Zukunft aussehen wird und ob er bereits eine Wohnung in Dresden gefunden hat. Zudem verriet uns Dynamos neuer kaufmännischer Geschäftsführer, wer sein Favorit auf den Titel bei der Europameisterschaft in Frankreich ist.

Michael, was ist es für ein Gefühl, wenn man wie du nach fast 20 Jahren in Paderborn nun bei Dynamo Dresden ein neues Büro bezieht?

Es ist ein Super-Gefühl, weil diese neue Aufgabe eine Herausforderung für mich ist, die mich sehr gereizt hat. Mich hat es daher unheimlich gefreut, dass mir der Aufsichtsrat des Vereins das Vertrauen ausgesprochen hat und ich diese tolle Aufgabe vom heutigen Tag an nun mit ganzer Kraft beginnen kann.

Du hast bei deiner Vorstellung Ende Mai gesagt, dass du kein Typ bist, der länger im Hotel leben möchte. Hast du in Dresden schon eine Wohnung gefunden?

Ja, die Suche konnte ich glücklicherweise in kürzester Zeit abschließen und habe wirklich eine schöne Wohnung in der Dresdner Innenstadt gefunden, in der ich mich sehr wohlfühlen werde. Die Kartons und Koffer sind in Paderborn bereits gepackt und der Umzug nach Dresden steht am kommenden Wochenende auf meinem Plan. Das Leben in den eigenen vier Wänden ist mir sehr wichtig.

Du bist seit Mittwochvormittag mit der Eintragung ins Vereinsregister nun auch offiziell kaufmännischer Geschäftsführer der SGD. Mit wie viel Motivation gehst du die Aufgabe bei Dynamo an?

Mit ganz viel Motivation, weil es einfach eine sehr schöne Aufgabe ist, hier in Dresden bei Dynamo Verantwortung tragen zu dürfen. Der Verein hat richtig Power. Wenn man sich diesen besonderen Traditionsverein mit über 17.000 Vereinsmitgliedern ansieht: Die ganze Emotionalität und Begeisterungsfähigkeit der Menschen hier, die beeindruckende Entwicklung des gesamten Vereins in den zurückliegenden Jahren, das unglaubliche Zuschauerpotential, der Zusammenhalt und die Unterstützung von den Mitgliedern und Fans, den Sponsoren und Partnern und nicht zuletzt der Stadt Dresden. All das sind sehr positive Attribute, die eine gute Voraussetzung sind, um den Verein weiterzuentwickeln und in Zukunft die nächsten Schritte zu gehen. Mein Ziel ist es, den erfolgreichen Weg der Sportgemeinschaft auch in der 2. Bundesliga weiterzugehen und in meiner Funktion mitzugestalten.

Ralf Minge und du ihr kennt euch schon seit einigen Jahren. Wie wird die Zusammenarbeit zwischen euch aussehen?

Wir kennen uns nun schon seit mehr als 15 Jahren. Ich bin mir ganz sicher, dass die Zusammenarbeit zwischen uns sehr kollegial und verlässlich sein wird. Wir sind beide echte Teamplayer, denen Vertrauen in der Zusammenarbeit wichtig ist. Wir haben uns bereits in den zurückliegenden Wochen und Tagen fast täglich persönlich oder telefonisch ausgetauscht. Ich freue mich wirklich sehr auf die Zusammenarbeit mit Ralf. Und ich bin davon überzeugt, dass wir uns beide gut ergänzen werden.

Du warst beim SC Paderborn zuletzt für den sportlichen Bereich zuständig. Etwas ketzerisch gefragt, hat Dynamo jetzt zwei Sportgeschäftsführer?

Es ist richtig, dass ich in den letzten Jahren in Paderborn die sportliche Verantwortung getragen habe. Davor war ich dort allerdings über zehn Jahre als Geschäftsführer für den kaufmännischen Bereich verantwortlich. Ich bringe also Erfahrung mit und kenne mich in diesen Bereichen bestens aus. Am Ende verantworten Ralf und ich alle Entscheidungen gemeinsam, aber es braucht niemand Angst davor haben: die Rollen zwischen Ralf und mir im Tagesgeschäft sind klar verteilt, da wird es kein Streiten um Kompetenzen geben. Ich bin außerdem davon überzeugt, dass es für einen kaufmännischen Geschäftsführer kein Nachteil ist, wenn er auch über Erfahrungen im sportlichen Bereich verfügt. Das Ziel von uns allen bei einem Fußballverein muss es sein, die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen, damit Dynamo Dresden sportlich erfolgreich sein kann.

Wie ist dein erster Eindruck von deinem neuen Team, also den Mitarbeitern des Vereins?

Ich konnte einige Mitarbeiter bereits in persönlichen Gesprächen kennenlernen. Man kann vor den Mitarbeitern nur den Hut ziehen, was sie sich hier in den letzten Jahren aufgebaut haben. Geschäftsführer alleine können in diesem Geschäft gar nichts bewegen, sie sind immer auf ein starkes Mitarbeiterteam angewiesen – und das finde ich hier bei Dynamo Dresden vor. Ich habe bisher hochmotivierte Mitarbeiter kennengelernt, die einen tollen Eindruck machen und für den Verein brennen.

Worauf wird in den nächsten Tagen der Schwerpunkt deiner Arbeit liegen?

Wichtig ist für mich, dass ich die vorhandenen Strukturen, Abläufe und wichtigsten Ansprechpartner des Vereins noch besser kennenlerne. Ich werde mich schnellstmöglich in die Geschäftsabläufe einarbeiten und viele Gespräche führen. Das wird in den nächsten Wochen im Vordergrund stehen.

Die Zweitliga-Profis starten am Sonntag in die Sommervorbereitung. Bis zum Saisonstart in der 2. Bundesliga sind es noch mehr als sieben Wochen. Hilft dir die Europameisterschaft über die spielfreie Zeit hinweg?

Fußballfreie Zeit ist immer eine schlimme Zeit. Die wird jetzt ein bisschen versüßt durch die Europameisterschaft, aber natürlich freue ich mich schon jetzt darauf, wenn die Jungs das erste Mal auf dem Trainingsplatz stehen und es dann wieder richtig losgeht. Ich bin schon auf den 29. Juni gespannt, wenn der Spielplan veröffentlicht wird, denn dann wissen wir endlich alle, wer zum Zweitliga-Auftakt nach Dresden kommt, oder wohin uns die Reise zum Saisonstart führen wird. Eines ist jetzt schon klar, mit Vereinen wie Stuttgart, Hannover und vielen weiteren Traditionsvereinen wird es in jedem Fall eine richtig interessante und spannende 2. Liga.

Wie intensiv verfolgst du die Europameisterschaf in Frankreich?

Soweit es geht versuche ich die Abendspiele zu verfolgen. An Wochenenden kann ich das ein oder andere Spiel mehr sehen. Aber die EM steht für mich persönlich nicht im Mittelpunkt, jetzt ist Dynamo mein Fokus.

Wer ist dein Favorit bei der Europameisterschaft?

Ich denke, dass die deutsche Nationalmannschaft als Weltmeister gute Chancen hat, den Titel in Frankreich zu holen. Ich wünsche mir, dass die Jungs von Jogi Löw zumindest ins Finale einziehen.

Michael, vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg mit Dynamo Dresden.

Interview: Henry Buschmann

Dies ist eine migrierte News einer früheren Website-Version der SG Dynamo Dresden. Wir bitten um Verständnis, dass es aus technischen Gründen möglicherweise zu Fehlern in der Darstellung kommen kann bzw. einzelne Links nicht funktionieren.


 

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