saison20132014
06. Dezember 2013 // 21.07 Uhr

Aoudia sichert kurz vor Schluss den 20. Zähler

Arminia Bielefeld und Dynamo Dresden trennen sich bei der Premiere auf der Alm 1:1 (0:0). Vor 14.587 Zuschauern glich Aoudia die Bielefelder Führung in der Nachspielzeit per Kopf aus. Den Treffer für die Gastgeber erzielte Marc Lorenz mit einem direkten Freistoß (59.)

Cheftrainer Olaf Janßen schickte dieselbe Mannschaft aufs Feld, wie vor Wochenfrist beim Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern. Toni Leistner agierte im 4-1-4-1 vor der Defensivreihe. Die Innenverteidiger hießen Romain Brégerie (C) und Adam Susac, außen sicherten Thorsten Schulz und Christoph Menz ab. Im Mittelfeld besetzten Anthony Losilla und Tobias Kempe die Zentrale, auf den Bahnen rochierten Robert Koch und Idir Ouali. Mickael Poté nahm den Platz im Sturm ein, im Tor stand Benjamin Kirsten. Die einzige Veränderung im 18-Mann-Kader nahm Janßen auf der Position des Ersatztorwarts vor. Anstelle von Markus Scholz war Florian Fromlowitz mit nach Bielefeld gefahren.

Den ersten Aufreger des Spiels gab es nach drei Minuten. Nachdem Poté den Ball von rechts flach reinbrachte und Koch verpasste, wurde Ouali im Strafraum von den Beinen geholt. Der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Tobias Stieler blieb jedoch aus. In der 10. Spielminute zog Ouali von links in den 16er der Gastgeber, seinen Schuss blockte Arminen-Keeper Platins. Der Ball landete bei Losilla, dessen Volleyschuss an einem blauen Oberkörper hängenblieb, ein Handspiel war es vermutlich nicht. Nach einer knappen Viertelstunde setzte auf der Alm ein heftiges Schneegestöber ein. Wenn es vor dem Kasten der SGD gefährlich wurde, dann ging meist ein Standard der Schwarz-Blauen aus dem Halbfeld voraus.

Bis zur 19. Minute, als die Mannschaft von Trainer Stefan Krämer aus dem Spiel heraus zu einer Dreifach-Chance kam: Binnen weniger Sekunden klärten erst Susac und Kirsten in höchster Not, bevor Leistner den Ball seinem Gegenspieler im letzten Moment vom Fuß spitzeln konnte und die Dynamo-Abwehr das Spielgerät aus der Gefahrenzone schlug. Die Bielefelder Anhänger hatten den Torschrei in dieser Situation mehrfach auf den Lippen.

Das Schneegestöber hatte inzwischen abrupt aufgehört und beide Mannschaften agierten auf Augenhöhe. Doch während der DSC es nicht verstand, die eine oder andere Nachlässigkeit im Dresdner Spiel konsequent auszunutzen, erarbeitete sich Dynamo die etwas besseren Gelegenheiten. Nach zwei aufeinanderfolgenden Ecken von Kempe waren es Poté und Susac, deren druckvollen Kopfbällen das letzte Quäntchen Präzision fehlte (29.). Bis zur Halbzeit passierte dann nicht mehr viel. Nur das Schneegestöber im gleißenden Flutlicht der Arena setzte wieder ein.

Ohne Wechsel, aber mit einer Verzögerung ging’s in die zweite Hälfte. Der komplett in gelbe Ponchos gehüllte Dresdner Fanblock schwenkte ein silbernes Fahnenmeer – und hüllte das Spektakel in hässlichen schwarzen Rauch. Den sportlichen Part eröffneten die Hausherren mit einem Freistoß von Lorenz aus 18 Metern halbrechter Position, der denkbar knapp übers Angel strich. Kirsten war auf dem Posten, doch seine Flugeinlage war für die Galerie. Dann nahm Janßen den ersten Wechsel vor. Für Koch kam Cristian Fiel zu seinem ersten Einsatz seit dem Heimspiel gegen Ingolstadt am 6. Spieltag (57.). Fiel rückte neben Leistner, Kempe wich auf die Bahn aus.

Nach exakt einer Stunde dann die Bielefelder Führung. Erneut legte sich Lorenz einen ruhenden Ball zurecht. Mit dem linken Fuß drehte er den Ball von rechts außen über Freund und Feind hinweg ins lange Eck zum 1:0. Janßen reagierte und brachte Zlatko Dedic für Leistner (64.). Dynamo spielte jetzt 4-4-2. In der 70. Spielminute gab es eine kuriose Szene. Brégerie klärte eine flache Eingabe knapp vor dem eigenen Kasten. Der Ball sprang unkontrolliert zu Kirsten, der ihn aufnahm. Eine Rückgabe war das niemals – was Schiedsrichter Stieler anders sah und auf indirekten Freistoß entschied. Mann und Maus fanden sich jetzt zwischen den Pfosten ein – und Feick hämmerte den Ball aus vier Metern in die gelbe Mauer.

Zehn Minuten vor Spielende nahm Janßen einen weiteren offensiven Wechsel vor und brachte Amine Aoudia für Susac. Das Spiel ging jetzt hoch und runter und Dynamo kam zu guten Chancen durch Ouali, Dedic und Losilla (86., 89., 90.). Als der vierte Offizielle an der Seitenlinie eine vierminütige Nachspielzeit anzeigte, schöpften die Fans im Gästeblock noch einmal Hoffnung. Die Schwarz-Gelben rannten immer wieder an und brachten den Ball in den Bielefelder Strafraum. In der 92. Minute sprang ein weiterer Eckball heraus, der von der Arminia zunächst abgewehrt wurde. Fiel verlängerte mit dem Hinterkopf den zweiten Ball in die Mitte, wo Amine Aoudia freistehend mit einem Kopfstoß den verdienten Ausgleich erzielte und den Gastgebern den erhofften Heimsieg aus den Händen riss. Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Tobias Stieler ab.

Dynamo beendet die Hinrunde durch das Unentschieden mit 20 Zählern. Lange Zeit taten sich spielerisch überlegene Dresdner bei der Premiere auf der Alm gegen eine leidenschaftlich kämpfende Arminia-Elf sehr schwer, fahren aber nach dem späten Ausgleich nicht mit leeren Händen nach Hause und konnten Bielefeld auf Distanz halten. In exakt einer Woche geht es nach Köln, wo Koch und Poté nach der jeweils fünften Karte nicht zur Verfügung stehen werden.

Olaf Janßen: "Wir haben aus einen sehr intensiven Spiel einen hochverdienten Punkt mitgenommen. Mit 20 Punkten nach der Hinrunde können wir jetzt einen Moment durchatmen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die bis zum Schluss immer wieder angerannt ist, um das Tor zu machen, und dafür belohnt wurde."

Du warst beim Auswärtsspiel live dabei? Wie ist deine Meinung zu Fans, Sicherheitsdienst oder Polizei? Das Fanprojekt Dresden wertet jedes Auswärtsspiel gemeinsam mit den Beteiligten vor Ort aus, um die Rahmenbedingungen bei den Spielen stetig zu verbessern. Hilf dabei, indem du deine Meinung mitteilst. Hier gehts direkt zum Fragebogen.

Dies ist eine migrierte News einer früheren Website-Version der SG Dynamo Dresden. Wir bitten um Verständnis, dass es aus technischen Gründen möglicherweise zu Fehlern in der Darstellung kommen kann bzw. einzelne Links nicht funktionieren.


 

Weitere News

Mehr News der SGD

Ihr Browser ist veraltet.
Er wird nicht mehr aktualisiert.
Bitte laden Sie einen dieser aktuellen und kostenlosen Browser herunter.
Chrome Mozilla Firefox Microsoft Edge
Chrome Firefox Edge
Google Chrome
Mozilla Firefox
MS Edge
Warum benötige ich einen aktuellen Browser?
Sicherheit
Neuere Browser schützen besser vor Viren, Betrug, Datendiebstahl und anderen Bedrohungen Ihrer Privatsphäre und Sicherheit. Aktuelle Browser schließen Sicherheitslücken, durch die Angreifer in Ihren Computer gelangen können.
Neue Technologien
Die auf modernen Webseiten eingesetzten Techniken werden durch aktuelle Browser besser unterstützt. So erhöht sich die Funktionalität, und die Darstellung wird verbessert. Mit neuen Funktionen und Erweiterungen werden Sie schneller und einfacher im Internet surfen können.